„Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wenn du erwachsen bist.“

– Pablo Picasso

Der Begriff „Kreativität“ stammt aus dem lateinischen. Im Deutschen bedeutet „creare“ schaffen, gebären, erzeugen. Oft verknüpft man Kreativität mit Kunst. Das Architekten, Maler, Sänger, Schauspieler und Regisseure kreativ sind, ist eigentlich selbstverständlich. Doch das auch die täglichen Arbeitsaufgaben von  Politikern, Lehrern oder Angestellten in Unternehmen ein hohes Maß an Kreativität fordern, wird hingegen häufig vernachlässigt.

Doch was bedeutet eigentlich Kreativität?

Eine allgemeingültige Definition von Kreativität gibt es nicht. Kreativität am Arbeitsplatz wird grundsätzlich charakterisiert als die menschliche Fähigkeit, Ideen zu generieren, aus denen die Erschaffung von etwas Neuem und Nützlichem resultiert (Amabile et al., 1996; Oldham & Cummings, 1996; Shalley, Zhou, & Oldham, 2004; cf. Runco & Jaeger, 2012). Nach der Definition von Guilford (1950) stellt vor allem divergentes Denken ein Kernelement von Kreativität dar, das wiederum getrieben wird durch kognitive Prozesse wie Flexibilität, Flüssigkeit, Originalität und Elaboration. Kreativität kann hinsichtlich des Produkts, des Prozesses und der kreativ werdenden Person betrachtet werden. Ob und ggf. inwiefern Kreativität eine bereichsübergreifende oder –spezifische Fähigkeit darstellt, ist weitgehend ungeklärt.

In einer digitalisierten Arbeitswelt wird Kreativität voraussichtlich noch stärker als bisher eine zentrale und zukunftsträchtige Ressource menschlicher Arbeitskraft darstellen. Die Fähigkeit, kreativ zu sein, entwickelt sich immer mehr zu einer Schlüsselkompetenz. Als Vorstufe der Innovation ist Kreativität die Voraussetzung für Innovationsfähigkeit, sowohl von Unternehmen als auch von der Gesellschaft als Ganzes.